Kartoffel Rucola Salat

Klassischer Kartoffelsalat ist mit Majo (viel Majo), Apfel, Saure Gurke, Wurst,… auf jeden Fall ziemlich schwer! Darauf hatte ich neulich keine Lust. Ich machte letztens schon einen Kartoffelfeldsalatsalat, der ganz lecker war. Er hatte nur Punktabzug, weil er nach 2-3 Stunden etwas labbrig wurde. Das schrie gerade zu nach einer Wiederholung, aber…

Ich hatte den Plan, zum Geburtstag von Desiree, wieder einen etwas „anderen“ Kartoffelsalat zu machen. Genau genommen wollte ich den Kartoffelfeldsalatsalat weiter optimieren. Naja, aber wie es dann so ist, gab es beim einkaufen gerade keinen Feldsalat. Also nahm ich einfach Rucola und dachte mir: Das ist eigentlich auch eine coole Kombination. Also mischte ich Kartoffeln, Rucola, Radieschen und eine Frühlingszwiebel zusammen. Was soll ich sagen: Er war fantastisch und kam richtig gut an! Deswegen, hier das Rezept:

Zutaten:

* 1-1,5g Kartoffen
* 150-200g Rucola (wer in Packungen kauft, circa 1 Packung)
* 4-5 Radieschen
* 1-2 Frühlingszwiebeln
* Öl, Essig, Salz, Pfeffer, Zucker (wenn man hat, etwas Zitrone)

(Mengenangaben sind geschätzt)

Zubereitung

Die Kartoffeln (mit Schale) werden am besten schon einen Tag vorher gekocht und über Nacht im Kühlschrank gelagert. Sie lassen sich dann einfach besser schneiden und sind im Salat „stabiler“ und zerbröckeln nicht sofort. Die Kartoffeln sollten auch mit reichlich Salz gekocht werden. Dadurch haben sie schon eine leichte Salznote und schmecken einfach schon etwas besser.

Die Kartoffeln in Scheiben schneiden (circa 1cm dick). Ob Kartoffeln mit oder ohne Schale ist egal – wenn die Schale nicht mit Schadstellen überseht oder super dick ist, würde ich sie einfach dran lassen. Es sieht später noch etwas „rustikaler“ aus, die Schale selber stört später auch überhaupt nicht.

Radieschen und die Frühlingszwiebeln (alles, weißer und grüner Teil) waschen und fein hacken.

Den Rucola waschen, wenn er zu groß ist einmal halbieren, sonst nicht zerkleinern. Das Zerkleinern hat zur Folge, dass er sonst schnell „labbrig“ wird. Nach dem waschen gut abtropfen lassen. Eine Salatschleuder wäre hier optimal. Wer keine hat in ein Küchentuch einschlagen und das Küchentuch schleudern (aber Vorsicht: ab besten draußen oder auf dem Balkon). Salat hält generell nach dem waschen relativ viel Wasser und würde den Salat später, im wahrsten Sinne des Wortes, verwässern.

Alles in eine große Schüssel geben und schon einmal vermengen.

Gewürzt wird relativ „normal“: Ein wenig Öl und Essi, Salz (aufpassen, die Kartoffeln sind vielleicht schon salzig – eventuell brauch es gar nicht mehr so viel), Pfeffer, Zucker. Wenn noch etwas Zitrone da ist, gern ein wenig Zitrone dazu geben.

Alles gut verrühren und durchziehen lassen.

Kartoffeln

Toastbrot

Ein super leckeres Toastbrot, was man definitiv so nicht im Laden bekommt. Es ist nicht zu leicht oder zu fluffig, wie man es vielleicht von den bereits geschnittenen Industrie Toastbroten kennt. Die süße des Honigs kommt leicht durch und macht es zu einem top Toastbrot für das Frühstück.

Toastbrot unaufgeschnittenToastbrot aufgeschnitten

Die Zubereitung ist ziemlich einfach. Insbesondere, da es im Kasten gebacken wird. Nach 12h ruhen und einmal dehnen und falten teilt man den Teig in drei gleich große Stücke. Man formt sie zu kleinen „Würsten“ und legt sie behutsam in den Kasten. Nach weiteren 12h kommt es für 50 Minuten in den Ofen.

Zutaten:

  • Weizenmehl Type 550
  • Weizenvollkornmehl
  • Weizensauerteig
  • Honig
  • Milch
  • Salz

Das komplette Rezept gibt es in dem Buch Brot backen in Perfektion mit Sauerteig*. Warum ich das Rezept hier nicht komplett poste erkläre ich in diesem Beitrag: Brot backen

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Brot backen

Ein paar Leute, denen ich auf Instagram folge, posten ab und zu mal ein paar Storys vom Brot backen. Ende 2016 kam der CRE mit dem Thema „Brot“ raus, als Gast Lutz Geißler, der mit viel Geduld und wirklich kleinteilig erklärt, wie man zuhause gutes Brot backt. Damit fing eigentlich alles. In mir wuchs die Neugier, ob ich das auch kann? Nachdem wir umgezogen sind, neue Küche, viel Motivation, fing ich an die ersten Brote zu backen.

Ich kaufte mir die Bücher von Lutz Geißler. Natürlich ist sein Blog auch richtig klasse, doch ich wollte gern ein Buch haben, wo alles etwas strukturierter aufgeschrieben steht. So bestellte ich mir zwei Bücher:

Es ist ja ein wenig „Glaubenskrieg“, ob Brot jetzt mit Hefe oder Sauerteig gebacken werden soll. Vor allem wie viel Hefe und/oder Sauerteig.

Unteranderem deswegen gefällt mir der Ansatz von Lutz so gut. Er selber nennt seine Rezepte „Das Plötz Prinzip“. Was steckt dahinter? Eigentlich ganz einfach: Anstatt viel Treibgut (Hefe oder Sauerteig) zu verwenden, gibt man dem Brot einfach Zeit. Der Teig reift quasi mit der Zeit. So kann es eigentlich immer vor, dass das Brot, vom anrühren bis es fertig aus dem Ofen kommt, mindestens 24-26h dauert. Pro Brot wird dabei vielleicht 4-8g (!) Hefe oder Sauerteig verwendet.

Zum Anfang, um überhaupt ein Gefühl dafür zu bekommen, habe ich Brote mit Hefe gebacken. Für den Start super einfach – Hefe kann man viele Tage im Kühlschrank lagern und man muss nichts Auffrischen. Man bäckt einfach, wenn man Lust hat.

Nach ein paar Broten (vielleicht 4-5) reizte mich es doch einmal diesen Sauerteig auszuprobieren. Ich setzte meine eigenen Sauerteig an: Mehl, Wasser und Zeit. Nach einer bestimmten Zeit nimmt man etwas von dem Anstellgut ab und fügt wieder Wasser und Mehl hinzu. Das macht man ein paar Mal, bis man fertiges Anstellgut/Sauerteig hat, was man zum backen verwenden kann. Dieses „Auffrischen“ muss man eigentlich, mindestens, wöchentlich machen, damit der Sauerteig einfach „Einsatzbereit“ bleibt und nicht kippt.

Seitdem ich das probiert habe backe ich eigentlich nur noch Sauerteig Brote. Irgendwie macht es mehr Spaß sich um den Sauerteig zu kümmern. Die Brote selber schmecken mir persönlich auch etwas besser. Ich habe einen Roggen- und einen Weizensauerteig, die ich liebevoll Otto und Siggi von Sauer nenne.

Warum erzähl ich das jetzt hier eigentlich?

Wer mir auf Instagram folgt weiß vielleicht, dass ich ab und zu mal eine Brotbackstory poste. Da steckt doch ein bisschen Mühe drin. Warum also nicht die kleinen Videos mit dem Ergbenis hier im Blog posten? Nun, eigentlich tue ich mich schwer zu den Storys auch die Rezepte zu posten. Ich möchte mit diesem Poste eigentlich erklären, nach welchen Rezepten bzw. nach welchem Prinzip ich backe.

Ich finde, wenn ihr das, was ich gebackt habe, nachbacken wollt, dann kauft euch die Bücher. Genau die Rezepte backe ich zur Zeit.

Wenn ich anfange ein paar Rezepte zu verändern oder vielleicht zu kombinieren, dann findet ihr mit Sicherheit auch die Liste Zutaten und Mengenangaben.

Solange ich die Rezepte nur „nachbacke“ finde ich es unfair sie einfach dazuzugeben. Die Bücher sind wirklich super und jeden Euro wert, selbst für denjenigen, der das nur einmal ausprobieren möchte.

Eigentlich hat er auch alles in seinem Blog stehen – schaut doch dort, vielleicht findet ihr es.

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