Neuseeland Tag 4 – Franz Josef Gletscher

1. Januar 2018, Neuseeland meinte es gut mit uns. Ich verstand so langsam, warum so viele von Neuseeland sooo schwärmen. Natur pur!

Der Silvesterabend hat sich dann doch etwas in die Länge gezogen. Nachdem einigen Bier, Whiskys und ein paar Chips sind wir ins Bett gegangen. Der Wetterbericht sagte noch immer gutes Wetter für den nächsten Tag voraus.

Der morgen war noch grau in grau. Ich hätte nicht gedacht, dass wir am Abend mit freiem Oberkörper und kurzen Hosen an einem See sitzen und uns das Abendbrot zubereiten werden. Doch bis dahin sollten wir die wohl schöne Seite Neuseelands kennen lernen.

Franz Josef Gletscher

Unser Ziel war es für den Tag zum Franz Josef Gletscher zu kommen. Nach einem Kaffee, einer heißen Dusche ging es zum Gletscher. Je näher wir kamen, umso mehr riss die Wolkendecke auf und die Sonne schien. Und wie! Auf einmal waren es vielleicht 20-25°C. In Neuseeland ist die Sonne, aufgrund der unbelasteten Atmosphäre, sehr stark. Ein kurzer Spaziergang reicht im Grunde schon, um sich einen ordentlichen Sonnenbrand abzuholen. Der Weg zum Gletscher war ein gemütlicher Fußmarsch von circa 45 Minuten. Dabei ging es anfangs durch etwas Dschungel und dann entlang eines Flusslaufes. Links und rechts vom Flusslauf ragten die Berge in die Höhe, über die sich noch die restlichen Wolken quetschten. Dazu die Sonne — traumhafte Bedingungen! Der Regentag war völlig vergessen.

Am Gletscher kann man gut die Erderwärmung erkennen. Wuchs er vor einigen Jahrzehnten noch jeden Winter einige hundert Meter weiter, so kam es fast s schon kümmerlich vor, was dort zu sehen ist. Trotzdem war es imposant! Es ist schließlich doch noch immer eine unglaubliche Masse an Schnee, Eis und Wasser.

Man hätte sich auch einen Helikopterflug buchen können bis auf den Gletscher. Wenn ich mich recht erinnere kostet so ein Flug circa 300 Neuseeländischer Dollar.

Knights Point Lookout

Unsere Route führte uns dann weiter entlang der Westküste, bevor es wieder etwas landeinwärts ging. Ein weiterer empfohlener Wegpunkt auf der Strecke war der „Knights Point Lookout“. Man konnte tatsächlich wunderbar über das grüne Neuseeland und die Tasmanische See schauen. Neuseeland im Westen hat super gute weiße Strände und ist sehr sehr grün. Teilweise kam es uns vor, als ob links und rechts der Straßen einfach nur Dschungel war.

Mittlerweile war es so heiß geworden, dass die kleine Abkühlung in den Wellen der Tasmanische See richtig gut tat! Die See war, vielleicht noch vom schlechten Wetter des Vortages, etwas aufgewühlt, die Wellen ganz schön groß. Die Gischt kommt ein wenig auf den Bildern herüber… es war ein fantastischer Tag, bei dem ich immer besser verstand, warum so viele Neuseeland so toll finden.

Boundary Creek Campsite

Der weitere Weg führte wieder etwas mehr in das Landesinnere. Es gab in der Gegend vom Knights Point Lookout keine tollen DOC oder Free Campingplätze. So entschieden wir uns doch noch ein paar Kilometer zu fahren. Am Ende war es unsere bisher längste Strecke. Auf dem Weg merkte man wie die Landschaft Neuseelands wieder deutlich trockener und grauer/brauner wurde. Am Ende entdeckten wir den Boundary Creek DOC Campingplatz. Für ein paar Dollar hatten wir einen tollen Übernachtungsplatz mit einer wahnsinnigen Aussicht, über einen kleine Teil des Lake Wanaka. wir kochten und setzten uns zum Ende des Tages an den kleinen Strand und genossen den Sonnenuntergang.

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