Neuseeland Tag 6 – Roys Peak

3. Januar 2018, nach einem erholsamen Tag am See ging es den Berg hinauf. Und wie!

Mein Bruder lag mir fast den gesamten Tag in den Ohren, dass er unbedingt auf diesen Berg will. Der „Roys Peak“ bei Wanaka. Der Berg hat eine Höhe von 1581m. Da sich Wanaka mit 200m nahezu auf Höhe des Sees liegt heißt es, dass wir rund 1300 Höhenmeter „überwinden“ mussten. Die insgesamt zurückgelegte Wegstrecke betrug circa 16 Km.

Funfact: In der App, aus der wir die ganzen Campingplätze und Sehenswürdigkeiten haben, ist die Wanderung als „moderat“ eingestuft wurden. Aufstieg wurde mit 4-6 Stunden angegeben.

Nun gut. Da ließ ich mich nicht lumpen und sagte der kleinen „moderaten“ Wanderung zu. Da wir eher mit einem 6 Stunden Aufstieg rechneten, als mit 4, und für den Tag wieder heißes Wetter angesagt worden war entschlossen wir uns uns zeitig auf den Weg zu machen, um spätestens gegen Mittag auf dem Gipfel zu sein.

Und tatsächlich: Gegen 6 saßen wir im Auto auf dem Weg zum Roys Peak. Wir hatten weder Wanderschuhe noch wussten wir genau was uns erwartet. Die Aussicht aber soll phänomenal sein.

Mit Motivation, ein paar Broten und Wasser im Gepäck begannen wir den Aufstieg. Mein Bruder legte ein ordentliches Tempo vor, das ich versuchte mitzuhalten. Der Anstieg war echt hart. Ich kann nicht sagen wie viel grad Steigung der Weg im Durchschnitt hatte, es war viel! Das vorgelegte wurde mir irgendwann zu viel. Ich war bereits nach 30 Minuten so stark außer Puste, dass ich anfing zu zweifeln, ob ich es denn überhaupt schaffe. Später fand ich, dank Apple Watch, heraus, dass ich zu dem Augenblick einen Puls von rund 180 Schlägen pro Minute hatte (ich kann da nur empfehlen das Video anzuschauen, dort jammere ich ein bisschen :D). Ich entschloss einfach etwas langsamer, mein eigenes Tempo zu gehen. Nach weitere 30 Minuten habe ich meinen Rhythmus gefunden, ich fühlte mich besser und dann hieß es eigentlich nur noch durchhalten.

Auf ungefähr 3/4 Weg bis zum Gipfel gibt es bereits eine sehr gute Aussichtsplattform. Man kann dort auf der Bergkuppe eines angrenzenden Berges entlanglaufen und bereits den fantastischen Ausblick genießen. Das Wetter war tatsächlich ziemlich warm, aber leider auch etwas diesig.

Natürlich „nötigte“ mich mein Bruder noch das letzte Viertel auf den Berg. Ich wollte eigentlich auch nicht aufgeben, einen Großteil hatten wir bereits geschafft, also warum nicht die Zähne zusammen beißen und auch noch die letzten Meter wandern.

Auf dem Gipfel angekommen war die Aussicht unglaublich. Die Sonne schien, das Brot und die Banane schmeckte so gut wie lange nicht. All die Strapazen kurz vergessen und mit allen gleichgesinnten, die es auf den Berggipfel geschafft haben, die Aussicht genießen.

Bergab war es fast genauso anstrengend wie bergauf. Man denkt ja immer „Ach Bergab, das geht von ganz alleine!“ – ja, das ging es auch. Aber wenn man nicht mit jedem Schritt den man tat auch abbremste, gewann man so schnell an Geschwindigkeit, dass man sich aufgrund der Steine, Sand und Unebenheiten hätte sehr leicht auf die Fresse fallen können.

Am Ende wusste ich nicht, ob nun der Auf- oder Abstieg anstrengender war. Noch heute bin ich fast der Meinung, dass der Abstieg eigentlich, auf Dauer schlimmer ist, da die Beine viel mehr durch das ständige „Bremsen“ unter größerer Last stehen, als bergauf.

Das wir so früh am Morgen uns auf den Weg gemacht haben war gold richtig. Gegen Mittag war die Sonne auf dem Berg so heiß, dass es fast nicht erträglich war. Es gab ja kein Stück Schatten, keine Bäume — wir haben uns 2x mit Sonnencreme dick eingecremt.

Gegen circa 14 Uhr waren wir wieder zurück. Wir haben doch nur 4 Stunden für den Aufstieg gebraucht und circa 3 Stunden für den Abstieg.

Auf dem Weg zurück hat es mich doch sehr gewundert, wie leichtfertig Touristen, Menschen, Urlaube solch einen Berg bewandern wollen. Uns kamen Frauen und Männer entgegen, die vielleicht erst 30 Minuten unterwegs waren und uns fragten, wie weit es denn noch bis zum Gipfel sei, ob es denn sehr anstrengend ist. Dabei hatten sie keinen Rucksack, lediglich eine 0,5l Wasserflasche, die oftmals schon halb leer getrunken war. Es war ein heißer Tag, ein Wanderweg ohne Schatten. Ich hätte zu gern gewusst, ob diese Menschen es überhaupt bis rauf geschafft haben.

Roys Peak — Queenstown — Lake Wakatipu (100km)

Natürlich ging es nach der moderaten Wanderung weiter mit dem Auto. Zuerst nach Queenstown. Dort haben wir etwas zum Mittag gegessen. Wir waren aber beide ziemlich kaputt, sodass wir uns entschieden schon bald einen Campingplatz zu suchen, um den Tag gemütlich, bei ein paar Bier, ausklingen zu lassen.

Wir haben einen schönen kleinen Freedom Stellplatz gefunden, direkt am Lake Wakatipu. Je später es wurde, umso mehr zog sich auch wieder der Himmel zu und man konnte sehen, wie unweit von uns die ersten Regenschauer runtergingen. Bei Abendbrot, Bier, Whisky und mal wieder Perfekter Aussicht haben wir den Tag ausklingen lassen.

Süßkartoffel-Kürbis-Suppe

Zutaten

  • Hokkaido Kürbis, ca. 1 Kg
  • Süßkartoffeln, ca. 1 Kg
  • Knoblauch, 1-2 Zehen
  • Rosmarin
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer, gern aus der Mühle, kann grober sein

Brühe Variante 1: Fertig kaufen

  • Gemüsebrühe entweder fertig oder angerührt mit Pulver, ca. 2 Liter

Brühe Variante 2: Selber machen

  • Sellerie, ca. 0,5 – 1 Kg
  • Möhren, 3-4 Stück
  • Zwiebeln, 2-3 Stück

Oder einfach ein Suppengrün nehmen, 2-3 Zwiebeln dazu und fertig.

Rezept

1) Kürbis abwaschen, halbieren, auskernen und in ca. 2cm dicke Scheiben schneiden. Süßkartoffeln kurz abwaschen, schälen und ebenfalls in ca. 2cm dicke Scheiben schneiden. Es kann schon ruhig grob geschnitten werden.

Die Schalen der Süßkartoffel in einen großen Topf geben.

2) Geschnittene Süßkartoffeln und Kürbis auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und verteilen. Darüber etwas Öl träufeln, mit Salz und Pfeffer würzen.

Knoblauch einmal „anknacksen“ und zusammen mit dem Rosmarin über das Blech verteilen.

Bei circa 200°C in den Ofen, bis Kürbis und Kartoffel durch sind, das dauert circa 20-30 Minuten. In den letzten Minuten gern noch einmal richtig „Dampf“ auf den Ofen geben und das Blech nach ganz oben schieben.

3) Für die Suppe brauchen wir noch Brühe. Entweder einfach circa 2 Liter mit dem Pulver anrühren oder:

Die Schalen der Süßkartoffel in einen Topf geben. Die Zwiebel vierteln, das Suppengrün oder die restlichen Zutaten der Brühe grob würfeln.

Das ganze 30 Minuten köcheln lassen und dann die Brühe in ein Gefäß gießen. Es sollten am Ende circa 2 Liter herauskommen.

4) Gare Kartoffel und Kürbis in einen großen Topf geben, schon circa die Hälfte an angesetzten Brühe dazu geben und mit einem Stabmixer pürieren.

Jetzt soweit Flüssigkeit dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken (ACHTUNG: Wenn die die Fertigbrühe verwendest wirst du wohl weniger Salz benötigen, da die Fertigbrühe schon einiges an Salz mitbringt) und noch einmal aufkochen lassen.

Weitere Ideen…

Die Suppe sollte so schon hervorragend schmecken. Als Idee, man könnte zusätzlich noch auf den Teller oder Schüssel folgendes hinzugeben: einen klecks Crème fraîche, geröstetes Brot, Speckwürfel oder etwas Petersielie.

Neuseeland Tag 5 – Wanaka

2. Januar 2018, ein trockener, heißer Tag in Wanaka. Einfach mal Pause machen…

Wanaka

Nach einer kurzen Runde im Lake Wanaka, der wirklich sehr kalt war, machten wir uns wieder auf den Weg. Es ging nach Wanaka, einer der größeren Städte in der Region. Die Stadt war komplett überlaufen. Wir kauften etwas ein und entschieden uns den Tag am See zu verbringen. Das Wetter war sehr heiß geworden und wir hatten einfach mal Lust nicht so viel zu fahren. Stattdessen sind wir zur Glendhu Bay vom Lake Wanaka gefahren, haben uns in den Schatten gesetzt und ging alle 30 Minuten ins Wasser. Ein toller Tag!

Natürlich stand wieder die obligatorische Übernachtungssuche an. Da mir mein Bruder schon den ganzen Tag in den Ohren lag den Roys Peak zu besteigen (dazu morgen mehr), mussten wir auch in der Nähe bleiben. Auf dem Weg nach Wanaka sahen wir von weiten einen Campingplatz bzw. ein paar andere Wohnwagen direkt an einem See stehen. Wir fuhren dorthin zurück und hatten vielleicht den spektakulärsten Platz dieser Reise. Am Lake Hawea. Direkt am Strand. Nur ein paar Andere die sich neben uns platzierten. Schaut euch die Bilder an — Wahnsinn!

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