Neuseeland Tag 5 – Wanaka

2. Januar 2018, ein trockener, heißer Tag in Wanaka. Einfach mal Pause machen…

Wanaka

Nach einer kurzen Runde im Lake Wanaka, der wirklich sehr kalt war, machten wir uns wieder auf den Weg. Es ging nach Wanaka, einer der größeren Städte in der Region. Die Stadt war komplett überlaufen. Wir kauften etwas ein und entschieden uns den Tag am See zu verbringen. Das Wetter war sehr heiß geworden und wir hatten einfach mal Lust nicht so viel zu fahren. Stattdessen sind wir zur Glendhu Bay vom Lake Wanaka gefahren, haben uns in den Schatten gesetzt und ging alle 30 Minuten ins Wasser. Ein toller Tag!

Natürlich stand wieder die obligatorische Übernachtungssuche an. Da mir mein Bruder schon den ganzen Tag in den Ohren lag den Roys Peak zu besteigen (dazu morgen mehr), mussten wir auch in der Nähe bleiben. Auf dem Weg nach Wanaka sahen wir von weiten einen Campingplatz bzw. ein paar andere Wohnwagen direkt an einem See stehen. Wir fuhren dorthin zurück und hatten vielleicht den spektakulärsten Platz dieser Reise. Am Lake Hawea. Direkt am Strand. Nur ein paar Andere die sich neben uns platzierten. Schaut euch die Bilder an — Wahnsinn!

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Neuseeland Tag 4 – Franz Josef Gletscher

1. Januar 2018, Neuseeland meinte es gut mit uns. Ich verstand so langsam, warum so viele von Neuseeland sooo schwärmen. Natur pur!

Der Silvesterabend hat sich dann doch etwas in die Länge gezogen. Nachdem einigen Bier, Whiskys und ein paar Chips sind wir ins Bett gegangen. Der Wetterbericht sagte noch immer gutes Wetter für den nächsten Tag voraus.

Der morgen war noch grau in grau. Ich hätte nicht gedacht, dass wir am Abend mit freiem Oberkörper und kurzen Hosen an einem See sitzen und uns das Abendbrot zubereiten werden. Doch bis dahin sollten wir die wohl schöne Seite Neuseelands kennen lernen.

Franz Josef Gletscher

Unser Ziel war es für den Tag zum Franz Josef Gletscher zu kommen. Nach einem Kaffee, einer heißen Dusche ging es zum Gletscher. Je näher wir kamen, umso mehr riss die Wolkendecke auf und die Sonne schien. Und wie! Auf einmal waren es vielleicht 20-25°C. In Neuseeland ist die Sonne, aufgrund der unbelasteten Atmosphäre, sehr stark. Ein kurzer Spaziergang reicht im Grunde schon, um sich einen ordentlichen Sonnenbrand abzuholen. Der Weg zum Gletscher war ein gemütlicher Fußmarsch von circa 45 Minuten. Dabei ging es anfangs durch etwas Dschungel und dann entlang eines Flusslaufes. Links und rechts vom Flusslauf ragten die Berge in die Höhe, über die sich noch die restlichen Wolken quetschten. Dazu die Sonne — traumhafte Bedingungen! Der Regentag war völlig vergessen.

Am Gletscher kann man gut die Erderwärmung erkennen. Wuchs er vor einigen Jahrzehnten noch jeden Winter einige hundert Meter weiter, so kam es fast s schon kümmerlich vor, was dort zu sehen ist. Trotzdem war es imposant! Es ist schließlich doch noch immer eine unglaubliche Masse an Schnee, Eis und Wasser.

Man hätte sich auch einen Helikopterflug buchen können bis auf den Gletscher. Wenn ich mich recht erinnere kostet so ein Flug circa 300 Neuseeländischer Dollar.

Knights Point Lookout

Unsere Route führte uns dann weiter entlang der Westküste, bevor es wieder etwas landeinwärts ging. Ein weiterer empfohlener Wegpunkt auf der Strecke war der „Knights Point Lookout“. Man konnte tatsächlich wunderbar über das grüne Neuseeland und die Tasmanische See schauen. Neuseeland im Westen hat super gute weiße Strände und ist sehr sehr grün. Teilweise kam es uns vor, als ob links und rechts der Straßen einfach nur Dschungel war.

Mittlerweile war es so heiß geworden, dass die kleine Abkühlung in den Wellen der Tasmanische See richtig gut tat! Die See war, vielleicht noch vom schlechten Wetter des Vortages, etwas aufgewühlt, die Wellen ganz schön groß. Die Gischt kommt ein wenig auf den Bildern herüber… es war ein fantastischer Tag, bei dem ich immer besser verstand, warum so viele Neuseeland so toll finden.

Boundary Creek Campsite

Der weitere Weg führte wieder etwas mehr in das Landesinnere. Es gab in der Gegend vom Knights Point Lookout keine tollen DOC oder Free Campingplätze. So entschieden wir uns doch noch ein paar Kilometer zu fahren. Am Ende war es unsere bisher längste Strecke. Auf dem Weg merkte man wie die Landschaft Neuseelands wieder deutlich trockener und grauer/brauner wurde. Am Ende entdeckten wir den Boundary Creek DOC Campingplatz. Für ein paar Dollar hatten wir einen tollen Übernachtungsplatz mit einer wahnsinnigen Aussicht, über einen kleine Teil des Lake Wanaka. wir kochten und setzten uns zum Ende des Tages an den kleinen Strand und genossen den Sonnenuntergang.

Neuseeland Tag 3 – Regen, regen, regen & Silvester

Regen, regen, regen. Silvester.

Lake Brunner — Lake Mapourika (180 Km)

Ganz ehrlich, der dritte Tag ist schnell erzählt. Unser Ziel war es den Franz Josef Glacier anzuschauen. Leider war das Wetter echt schlecht. Als wir aufgestanden sind war es schon stark bewölkt. Je weiter wir an die Westküste kamen und in Richtung Franz Josef Glacier fing es immer stärker an zu regnen. Es hat sich regelrecht eingeregnet.

Wir sind auf dem Weg zum Glacier kaum angehalten, denn dummerweise hatte ich gar keine richtige Regenjacke dabei. Außerdem wollte ich nicht all meine Sache nass machen, denn das trocken wäre sehr schwierig geworden.

So beschlossen wir einfach direkt in die Nähe vom Glacier zu fahren, denn für den folgenden Tag war besseres Wetter angesagt.

In der Nähe vom Franz Josef Glacier gab es keine Freedom Campingplätze, auch keine DOC Camps. Irgendwie verständlich, denn die Gegend war sehr touristisch. Da blieb uns nichts anderes übrig, als ein Holiday Park Campingplatz zu nehmen. Für unsere Silvesternacht hätte ich mir auch etwas besseres vorstellen können.

Die Küche war gut ausgestattet, es gab einen Aufenthaltsraum, in dem wir dann bis Mitternacht saßen. Ich habe angefangen meinen Rückblick 2017 zu schreiben, den ich nie veröffentlich habe. Warum auch immer…

Irgendwie verging die Zeit und der nächste Tag sollte besser werden. Ein wenig war meine Stimmung schon getrübt. Gerade mal der zweite Tag im Van und wir müssen uns aufgrund des Wetters eine Unterkunft suchen, um Zeit zu verbringen. Aber es brachte ja nichts… richtig heiße Tage kommen auch noch.

Das es der Silvesterabend war hat man übrigens nur daran gemerkt, weil eine Sendung im Fernseher lief, die so eine Art Silvestercountdown aus Auckland gemacht haben. Vielleicht haben in der Küche ein paar Leute angestoßen, wir aber saßen im Aufenthaltsraum ganz alleine. Es gab keinen einzigen Böller, keine einzige Rakete oder Gegröle, Gesänge oder sonstige ausfällige Personen. Sehr sehr angenehm!