Nordlichter am zweiten Tag in Norwegen

Nach der Anreise und dem ersten Tag standen wir wieder relativ zeitig auf, frühstückten und machten uns auf den Weg in Richtung Lyfjord/Skulsfjord und Kvaløyvågen. Das Wetter war, leider wie vorhergesagt, trüb und nass. Den ganzen Tag hinweg hing eine dicke, graue Wolkendecke über uns. Die Spitzen der Berge konnte man teilweise nur erahnen. Am Abend rissen die Wolken auf und wir hatten tatsächlich das Glück Nordlichter zu sehen.

Norwegen, Regen und WolkenNorwegen, Regen und Wolken

Lyfjord/Skulsfjord und Kvaløyvågen

Den westlichen Teil, von unserer Unterkunft aus gesehen, haben wir am ersten Tag gesehen. Also wollten wir etwas in den Norden fahren, um nach guten Fotospots Ausschau zu halten. Es war einfach zu ungemütlich, als das wir hätten wandern gehen wollen.

Im Norden von Tromsø gibt es nun nicht so viel Auswahl, also ging es zuerst in Richtung Lyfjord und Skulsfjord. Die Anfahrt erfolgte über einen kleinen Pass. Lyfjord ist ein Ort mit nur ein paar Häusern, die immer wirken, als seien sie wahllos irgendwohin gebaut worden. Lyfjord bettete sich in das Tal ein, geschützt von den Bergen. Vereinzelt brannte in den Häusern Licht, von weiten hörte man ab und zu eine Kreissäge schreien, auf dem Wasser wiegte sich ein kleines Boot im leichten Wind. Es machte den Eindruck, als seien wir die einzigen im Ort gewesen.

Lyfjord, NorwegenLyfjord, NorwegenLyfjord, NorwegenLyfjord, Norwegen

Nur wenige Autominuten entfernt befindet sich der kleine Ort Skulsfjord. Die Stimmung hier war ganz anders. Es war windig, man konnte viel Wasser sehen und die nächsten Berge waren weit weg, das Wasser etwas nervöser, als im Fjord von Lyfjord.

Skulsfjord, Norwegen

Der Weg nach Kvaløyvågen führte immer am Wasser entlang und bescherte uns einen tollen Ausblick auf die Berge und den sich ständig ändernden Himmel. Der Ort selber ist ziemlich unspektakulär. Jedoch gibt am Ende der Straße des Orts eine kleine Landzunge, von der man einen fantastischen Ausblick in einen riesigen Fjord hat. Mit den letzten Minuten Tageslicht machten wir noch ein paar Fotos von dem tollen Ort.

Kvaløyvågen, NorwegenKvaløyvågen, Norwegen

Nordlichter

Am Abend sollte die Wolkendecke aufreißen, hieß es in allen Wetterberichten, die wir für Tromsø gefunden haben. Und so kam es auch – ab 19 Uhr wurden die Wolken immer weniger und die Wahrscheinlichkeit Nordlichter zu sehen stieg stetig an.

Wir entschieden uns zuerst in Richtung Sommarøy zu fahren, wo wir am Tag zuvor einige Fotospots entdeckt hatten. Natürlich wussten wir überhaupt nicht, was uns erwarten würde. Jeder kennt Bilder von Nordlichtern: Sie schlängeln sich am Himmel entlang, in einer Tiefgrünen, leuchtenden Farbe, wie man sie sonst nur in der Kommandozeile sieht. Aber wie sehen sie in Wirklichkeit aus?

10 Minuten, bevor wir an unserem Ziel ankamen, sahen wir das erste Mal einen Schleier am Himmel. Wir hielten an, rissen die Türen auf und sahen das erste Mal in unserem Leben ein Nordlicht. Natürlich mussten wir sofort die Kameras herausholen, um davon ein Foto zu machen. Wir waren derart begeistert, das wir uns, rückblickend betrachtet, fast zu lange an dem Ort aufhielten. Nach einigen Fotos und immer neu aufkommenden Nordlichtern fuhren wir bis zum eigentlichen Spot weiter.

Nordlichter, Sommarøy, NorwegenNordlichter, Sommarøy, NorwegenNordlichter, Sommarøy, Norwegen

Jetzt können wir definitiv sagen: Nordlichter können schwach sein, sie können aber auch so stark sein, dass man sie mit bloßen Auge erkennen kann, wie sie am Himmel wandern und ständig in Bewegung sind. Der Spot stellte sich als goldrichtig heraus. Wir erleben unfassbare Momente und können es kaum glauben, dass wir in der kurzen Zeit, die wir für die Reise haben, tatsächlich Nordlichter sehen können. Doch, das Beste kommt erst noch!

Wir fuhren noch einmal weiter, um ein paar andere Motive zu bekommen. Es war fast so, als wären wir dafür belohnt worden. Nachdem wir uns wieder angezogen und das Auto verschlossen hatten, positionierten wir uns und beobachteten den Himmel. Auf einmal waren überall Nordlichter. Vor uns zogen sie über einen Fjord, hinter uns zogen sie an einem Berg vorbei, auf einmal waren sie direkt über uns und überzogen den gesamten Himmel. Sie waren nun so stark, dass man echt von einem „glühen“ sprechen konnte.

Nordlichter, Sommarøy, NorwegenNordlichter, Sommarøy, NorwegenNordlichter, Sommarøy, Norwegen

Natürlich konnten wir es nicht lassen und mussten noch einmal nach Lyfjord fahren. Die Spots dort haben uns so sehr gefallen, dass wir zu gern die Nordlichter dort sehen wollten. Leider hat die Aktivität aber so stark nachgelassen, dass man sie nur noch erahnen konnte.

Nordlichter, Lyfjord, NorwegenNordlichter, Lyfjord, Norwegen

Anreise und erster Tag in Norwegen

Die Anreise und der erste Tag. Das war der Wahnsinn!

Unsere Flugverbindung von Hamburg nach Tromsø war nicht die beste, das müssen wir zugeben: Einmal umsteigen und 4 Stunden warten. Allerdings wird der Rückflug auch nicht besser, aber was soll’s… So ging es von Hamburg nach Oslo und von Oslo nach Tromsø und die gleiche Strecke am Freitag zurück.

HAM – OSL – TOS

Die Flüge waren pünktlich und es gab sogar kostenloses Internet an Board. Das war zwar weniger gut, aber für Twitter, WhatsApp und iMessage hat es gereicht. Was will man mehr? Da wir von Hamburg nach Oslo in die Abendsonne kamen, durchflutete ein traumhaftes weiches licht die Kabine. Die Wolken färbten sich so glutrot, wie ich es noch nie gesehen habe.

NorwegianNorwegianNorwegianNorwegian

In Oslo hatten wir vier Stunden Aufenthalt. Wir schauten uns ein wenig den hübschen Airport an, tranken zwei Bier und aßen einen Burger. Es hätte uns weitaus schlimmer treffen können.

Auf dem Flug von Oslo nach Tromsø gab es für mich eine kleine Premiere. Der Flug war vielleicht zu 1/3 ausgebucht, demzufolge hatte ich eine ganze Reihe für mich alleine und viel Platz für meine langen Beine.

An dieser Stelle ein Lob an Norwegian. Die Flüge waren pünktlich und unproblematisch. Weder gab es noch etwas zu trinken oder zu essen an Board, dafür aber auch keine Werbung. Wir kamen von A nach B zu einem fairen Preis, inklusive kostenfreiem WLAN an Board (hoffentlich kommt das Lob nicht zu früh).

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Norwegen ruft

Einmal im Jahr verreisen Andreas und ich für eine Woche. Dieses Jahr: Norwegen. Aber, warum genau Norwegen?

Als ich damals, für das Studium, nach Berlin ziehen musste, kamen Andreas und ich wohl auf die beste Idee: Wir gründen eine WG!

Nachdem Andreas sein Studium beendet hatte, trennten sich unsere Wege. Ich ging nach Hamburg und er nach Dresden. Bevor wir uns aber ganz aus den Augen verlieren, kamen wir irgendwann auf die nächste, beste Idee: Lass uns zusammen jedes Jahr eine Woche Urlaub machen. Gesagt, getan. Die erste Reise war gebucht.

Seitdem ging es nach Barcelona, Amsterdam und Mallorca. Mit mal mehr, mal weniger Kultur. Hauptsächlich zusammen eine gute Zeit verbringen.

Wegen der Geburt meines Sohnes, mussten wir leider ein Jahr pausieren. Aber nun geht es wieder los!

Die ersten Ideen waren zum Beispiel Kroatien, London, die polnische Ostsee oder Bukarest. Am Ende entschieden wir uns für Norwegen. Unser Ziel: Nordlichter sehen und natürlich fotografieren! Nebenbei sind wir gespannt, was Norwegen landschaftlich zu bieten hat.

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