Schweiz Teil 1

Vor gut einer Woche fuhren wir in die Schweiz. Und das ist Teil 1 einer kleinen Reihe.

Gestartet sind wir am Dienstagabend und fuhren auf dem Weg in die Schweiz einen kleinen Umweg ├╝ber N├╝rnberg. Nicht direkt N├╝rnberg, aber das kleine Dorf jetzt hier zu erw├Ąhnen w├Ąre sinnlos. Es kennt eh keiner. Dort machten wir einen Stop bei meiner Tante. Wir lie├čen es uns gut gehen und genossen das gute fr├Ąnkische Essen und nat├╝rlich das regionale Bier, wof├╝r das Frankenland ja auch bekannt ist. Gott, ich bin fast verr├╝ckt nach dem Essen und dem Bier. Wie kann so etwas Einfaches nur so gut sein? Einfach ein gutes St├╝ck Fleisch, ein Kn├Âdel und ein kr├Ąftiges Weizenbier. Ich w├╝rde dort hinziehen, nur des Essen wegen. Hach…

Nach zwei Tagen und einem abschlie├čenden kleinen Spaziergang durch N├╝rnberg fuhren wir in die Schweiz. Kurz vor der Grenze noch einmal Tanken und eine Autobahnvignette kaufen. Diesel ist in der Schweiz teurer (1,50 EUR), als das Normalbenzin (1,40 EUR). Man sah die Berge schon von Deutschland aus, aber kurz nach der Grenze geht es direkt los: Berge, Tunnel, tief h├Ąngende Wolken und eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h auf der Autobahn.

Das Autofahren in der Schweiz ist insgesamt ruhiger. Innerorts 50 km/h, auf der Landstra├če 80 km/h, auf Schnellstra├čen 100 km/h und auf der Autobahn maximal 120 km/h. Man hat das Gef├╝hl, dass die Grundgeschwindigkeit bereits viel langsamer ist, als in Deutschland. In Deutschland, dem Land der freien Geschwindigkeit, ist man mit 120 km/h auf der Autobahn ein Hindernis und man muss sich Lichthupen und aggressive Menschen mit aufblitzenden Mittelfingern beim ├ťberholen gefallen lassen.

Die Grundgeschwindigkeit ist langsamer, aber daf├╝r f├Ąhrt man in der Schweiz etwas enger. Die Einhaltung des Sicherheitsabstandes ist manchmal sehr fraglich gewesen. Das ist vielleicht das Resultat der etwas langsameren Fahrweise. Man f├╝hlt sich sicherer. Was man in der Schweiz jedenfalls unbedingt vermeiden sollte: Bummeln. Wir fuhren etwas langsamer und erhitzten somit das Gem├╝t eines hinter uns fahrenden Autos. Lichthupe und extrem dichtes auffahren war die Folge. Wenn man 50 km/h fahren kann sollte man das auch machen. Das war aber auch die einzige Situation, die etwas „ungem├╝tlicher“ war.

Am ersten vollen Tag in der Schweiz fuhren wir mit dem Wissen, dass es regnen wird, nach Z├╝rich. Wir hofften, dass es doch noch aufh├Âren w├╝rde zu regnen. Aber das Gegenteil war der Fall.

Das Auto haben wir an der Universit├Ąt im Parkhaus abgestellt und sind dann mit der Tram in das Stadtzentrum gefahren. In der N├Ąhe der Oper stiegen aus der Tram. Wir spazierten in Richtung Altstadt und es begann zu regnen wie aus Eimern. Nach einer Stunde waren wir durch. Da half alles nichts: Es ging zur├╝ck zum Auto und machten uns ├╝ber Land (ohne Autobahn) wieder auf den R├╝ckweg.

Wir nahmen spontan einen Umweg ├╝ber das ├ľrtchen Zug und fuhren um den Zugersee. Am Ende hat es sich doch noch gelohnt. Wir konnten die Landschaft sehen und sind mit unseren, noch extra montierten Sommerreifen, in den Schnee geraten, bei Temperaturen knapp um den Gefrierpunkt. Das war ein sehr abenteuerliches Feeling.

2 Kommentare zu “Schweiz Teil 1

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